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Garfield -  jeder, der regelmäßig im Tierheim war, kennt dich...

 

Du  warst nicht nur irgendein Freigänger, der Mäuse fängt.

 

Alle Hunde, die schon mal Größenwahn hatten, wurden von dir eines Besseren belehrt. Du kleiner Kerl hast es geschafft, dass die größten Hunde des Tierheims einen Bogen um dich gemacht haben. Wenn einmal nicht, gab es einen "freundlichen" Klaps zur Erinnerung auf die Nase. Da war es auch egal, ob es ein Schäferhund war. So hast du die Hunde mit erzogen und ihnen beigebracht, dass Katzen in Ruhe gelassen werden wollen.

 

Viele unserer langjährigen Ehrenamtlichen konnten dich anfassen. Jeden Tag hast du bei den Mitarbeitern Futter und Aufmerksamkeit eingefordert und hast auch schon mal das Hundehaus besucht. Das alles hat dazu beigetragen, dass du in den Zweibeinern namens Mensch wieder etwas Vertrauen setzen konntest.

 

Unser Garfield - du verwilderter, kratzbürstiger kleiner Kerl – warst ein Kater wie er im Buche steht. Unabhängig und von Mietzen umschwärmt hast du das Leben genossen.

 

Heute Morgen war es ganz still um dich.

 

Du sahst  gar nicht mehr nach Garfield aus - irgendwas musste passiert sein...

 

In Windeseile wurdest du zum Tierarzt gebracht - Tumore im Kiefer, die schon durchgebrochen waren, wurden diagnostiziert…

 

Lieber Garfield, nun bist du bei deiner geliebten Käthe im Tierhimmel.

Sie hat dich bestimmt freudestrahlend in Empfang genommen am Ende der Regenbogenbrücke.

 

Deine andere Gefährtin hier auf Erden vermisst dich gerade sehr und hat nach dir gesucht - du warst nicht auf dem Hofplatz.

 

Wir alle freuen uns, dass du nun nicht mehr leiden musst.

Aber diese Freude ist minimal, denn die Trauer und der Schock, die sind riesig.

 

Wir werden dich alle sehr vermissen.

In unseren Herzen brennt eine Kerze um deiner Seele den Weg zu leuchten...



Ein großes Kämpferherz hat aufgehört zu schlagen.

 

Am 9.8.2018 gegen 11:45 Uhr erhielt Sally ihre Flügel und ging über die Regenbogenbrücke.

 

Vor etwas über 2 Jahren nahmen wir die damals ca. 13-jährige Sally bei uns auf. Wir durften sie schon die 1,5 Jahre im Tierheim sehr intensiv kennenlernen.

 

Sie hat bis zum Schluss rege am Leben teilgenommen. Ja, die Arthrose war natürlich immer präsent, aber durch Medikamente und den Vorteil keiner Treppen im Haus hat sie das gut gemeistert.

Sie liebte es im Garten zu sein, manchmal hatte es den Anschein, dass sie ihr Alter komplett vergessen hat und tollte wie ein junger Hund über den Rasen. Sie war schon eine verrückte Maus, hat aber immer auf uns aufgepasst und liebte es mit uns zu kuscheln und einfach immer in unserer Nähe zu sein. Aber auch die kleinen Spaziergänge in der Nachbarschaft hat sie bis zum Schluss geliebt. Gerne gemeinsam mit unserem Kater Emil.

 

Sally hat in den letzten 2 Jahren unser Leben bereichert. Wir sind dankbar, dass sie sich uns ausgesucht hat, um ihren Lebensabend mit und bei uns zu verbringen.

 

Sally, du bleibst unvergessen und vielen Dank für die Zeit mit dir.

 

Eva und Frank



Filou

 

Im Jahr 2000 habe ich meinen kleinen Seelenverwandten Kater Filou gefunden. Er war ein Fundtier und musste wohl üble Sachen erlebt haben. Er hatte tierische Angst vor Plastiktüten und Männer fand er auch nicht besonders gut.

Als ich im Tierheim ankam, saß Filou auf dem Kratzbaum und schmuste schon durch die Gitterstäbe mit mir. Eine Tierpflegerin kam zu mir und fragte, ob ich zu ihm ins Gehege möchte. Dort kam er sofort auf meinen Arm, ein Pfötchen rechts eins links um den Hals und wie ein Baby schmiegte sich der damals auf 1,5 Jahre geschätzte Kater an mich. Die Tierpflegerin sagte darauf: „Da haben sich wohl zwei  gefunden.“  Ob wohl ich zu der Zeit noch in einer kleinen Studentenbutze im 2. Stock gewohnt habe, durfte ich Filou mitnehmen. Er war so ein toller Kater. Verspielt, verschmust, witzig, einfach großartig. Er apportierte sein Spielzeug, schlief bei mit im Bett und wenn ich ihm zu lange am PC saß, setzte er sich einfach auf die Tastatur, so dass mir nichts anderes übrig blieb, als mich mit ihm zu beschäftigen. Filou machte seinem Namen alle Ehren, er hatte den Schalk im Nacken und war dabei immer soooo lieb.

Die Angst vor Plastiktüten verschwand schnell, nur wenn Männer welche in die Hand nahmen, versteckte er sich noch. Mein Vater hat dieses Trauma aber recht schnell beheben können, indem es immer wenn er da war frische Krabben aus einer Tüte gepult wurden.

Nach dem Studium zog ich um, Filou mit. Ihm war es egal wo wir wohnten, die Hauptsache war, dass wir zusammen waren. In der nächsten Wohnung hätte er raus können, er kam aber immer nur mit auf den Balkon, wenn ich auch draußen war. Ganz selten ging er mal für eine halbe Stunde spazieren. Nach einen weiterem Umzug habe ich dann ein Haus gebaut. Auch hier lebte er sich schnell ein und genoss den Garten wenn ich mit draußen war.

Als dann das eigene Haus stand, kam auch ein Mann und ein Hund in unsere kleine Familie. Filou war inzwischen 10 Jahre alt und hat auch die neue Situation mit dem 9 Wochen alten Hundewelpen grandios gemeistert. Er wehrte die kleine Hundedame immer nur mit Wattebauschpfoten ab und hatte nach kurzen Startschwierigkeiten dann doch Oberwasser.

Auch als die Familie mit Kindern noch größer wurde war es nie ein Problem für den Kater sich an die neue Situation zu gewöhnen. Wenn das Kind gestillt wurde, legte er sich einfach mit auf den Schoß, so an mich und das Baby gekuschelt fühlten sich alle wohl. Ein so liebevolles und großartiges Tier, guter Freund und langer Wegbegleiter. 18 lange wunderschöne Jahre waren wir ein unschlagbares und unzertrennliches Team.

Nun, wo er fast 20 Jahre alt war wurde der kleine Kater etwas klappriger und fraß nicht mehr viel. Er wurde dünner, schlief viel und wurde noch gemütlicher. Zum Schluss fraß er nur noch Krabben, die mein Vater oder ich gepult hatten und portionsweise eingefroren hatten. Am Pfingstmontag nun fraß er gar nicht mehr. Den Kindern hatte ich schon vor einigen Tagen gesagt, dass Filou wohl nicht mehr ganz so lange bei uns sein wird. Als ich Dienstag dann zur Arbeit gehen musste, wolle ich Filou nicht alleine lassen, es ging ihm nicht besonders gut. Also bat ich meinen Vater zu uns zu kommen, was er auch tat. Er war ca. eine halbe Stunde da, als Filou ganz dringend seine Nähe suchte. Mein Vater setzte sich dann mit dem Katerchen auf das Sofa, wo Filou dann leise schnurrend auf seinem Arm für immer eingeschlafen ist.

Danke für dieses wundervolle Tier und die ganz besondere Zeit, die  ich mit ihm verbringen durfte.

Wir vermissen ihn sehr, aber sind sooo dankbar, dass er so friedlich bei seinem „Krabbenpapa“ einschlafen durfte.

 

Auf Wiedersehen mein geliebter Filou!

 

Daniela

 



Ted ist am 06.12.2017 über die Regenbogenbrücke gegangen

 

Kurz nach 19 Uhr, habe ich meine Flügel bekommen und bin mit den Engeln geflogen…

An einen Ort wo es wunderbar ist, warm und weich, grünes Gras und viele nette Kumpels zum Spielen…

Hier habe ich keine Schmerzen…

Als ich mich umdrehte sah ich Menschen, die weinend um mich herum standen…

Ich wollte zu ihnen und sie trösten, sie angrinsen und mit meinen großen Ohren wackeln…

Ich wollte ihnen sagen, dass es mir nun gut ging, aber sie hörten mich nicht…

Die Engel beruhigten mich und erzählten mir, dass ich sie schon bald, in einem Wimpernschlag schon, wiedersehen würde; wenn auch sie mir an diesen Ort folgen werden, über die Regenbogenbrücke hier her, wo nun mein Zuhause ist.

 

Meine Patin hat einen Brief geschrieben, um ihr Herz zu erleichtern und die Erinnerung an mich zu wahren. Nicht nur die Erinnerung in ihrem Herzen, sondern in den Herzen aller die mich kennen gelernt haben.

Sie wollte so gern meine Geschichte erzählen…

Und so beginnt sie…

 

Gestern ist mein geliebter Eisbär über die Regenbogenbrücke gegangen.

Vorgestern wirkte er schon müde und schlapp, hatte kaum Appetit und er strahlte nicht so wie sonst.

Gestern Nachmittag freute er sich kaum als er mit in den Wald durfte, es war einfach nicht unser Ted.

Also fuhr Anna, eine seiner geliebten Gassigeherinnen, abends mit ihm zum Tierarzt. Akute Blutarmut wurde festgestellt und der vorsichtige Verdacht einer veränderten Leber.

Teds Hundekumpel Buddy, mein eigener Hund, kam in die Praxis und hat Blut für ihn gespendet um ihn zu stabilisieren.

Leider ergab der zweite Befund, dass Teds innere Organe übersät waren mit Krebs, besonders die Leber. Es gab einfach keine Hoffnung mehr und so mussten wir die schwerste aller Entscheidungen treffen und ihn um seinetwillen ziehen lassen, ihn von seinem Leid erlösen.

Krissi, die Hundehausleitung und seine Tierheim-Mutti, seine Gassigeherin Anna und ich, seine Patin, waren bei ihm als er seine Flügel bekam, sie ausbreitete und uns davon flog, diese gute Seele.

Er war in der Stunde seines Abschiedes nicht alleine, sondern umgeben von ihn liebenden Menschen, so konnte er gehen und fühlte sich dennoch geborgen, geliebt und betrauert, denn das war etwas, was er sein gesamtes Leben zuvor nie kannte.

Am 9.8.2017 habe ich, seine Patin, Ted das erste Mal gesehen.

Er saß in der Quarantäne, ein Angsthund, scheu, gestresst, verkotetes Fell und offene, wunde Stellen an den Beinen und der Rute. Er war immer auf der Flucht in die offene Außenbox. Stumm war er, ganz untypisch für einen Schäferhund, und riesengroße schwarze Augen hatte er, einfach wunderschön!

Ein großer weißer Schäferhund, ängstlich wie ein kleines Kaninchen und so groß wie ein Teddybär.

 

Vom Besitzer selbst abgegeben. Nachdem Ted sein ganzes Leben lang (7Jahre!!!) in einem nackten Betonzwinger in völliger Isolation verbracht hatte. Nie Familienanschluss erfahren, nie im häuslichen Rahmen gelebt.

Er trug ein verrostetes Halsband.

 

Von da an nahm ich mir jeden Tag etwas Zeit für Ted.

Er war zunächst nicht bestechlich, keine Fleischwurst, keinen Ball. Nichts lockte ihn. Ich sprach viel mit ihm und war einfach nur da.

 

Wir konnten ihn kurze Zeit später auf der eingezäunten Wiese hinter der Quarantäne laufen lassen und mit Futter zurück locken, aber niemand durfte ihn berühren.

Da saß ich dann in der Mitte der Wiese und der große Eisbär lief wie ein scheuer Straßenhund am hintersten Ende der Wiese am Zaun entlang.

Mit Fleischwurst kam er irgendwann mal bis auf ein paar Meter an mich heran. Sobald ich mich aber bewegte, war er wieder weg. So vergingen viele Tage, Bälle verschmähte er, Berührungen und zu schnelle Bewegungen erschreckten ihn.

Irgendwann saß ich in seiner Box und er traute sich zu mir zu kommen, durch die kleine Luke.

Ganz vorsichtig kam dieser große Hund mit seinen Vorderbeinen herein geklettert und stand dann da und schaute mich mit seinen freundlichen Augen an.

Da konnte ich dann eine Schleppleine an den großen Ring seines Halsbandes einhängen und so gingen wir das erste Mal zusammen spazieren.

Er war wie ein riesengroßer Welpe und entdeckte die Welt.

Das war ein unbeschreibliches Gefühl, zu sehen wie er Pfützen untersuchte, das Gras unter seinen Pfoten genoss und fröhlich herum tapste.

Bei jedem Spaziergang wuchs sein Vertrauen, er wurde albern, freute sich wenn er mich sah, winselte und bellte sogar. Nun wurde er ein richtiger Schäferhund, denn die müssen einfach „Reden“!!!

Da er sehr schlecht laufen konnte und ich ihn soweit anfassen durfte, machten wir einen Röntgentermin beim Tierarzt. Er ließ sich vom selbigen anstandslos untersuchen, allerdings zeigten die Röntgenbilder einen traurigen Befund:

Durch das Zwingerleben, auf nacktem Beton und eingepfercht ohne jegliche Bewegung, fehlten ihm Muskeln, er hatte im ganzen Rücken Spondylosen, Facettenarthrose, HD, verkürzte Beckenbeugungsmuskeln , eine gelähmte Rute, das Cauda Equina Syndrom und außerdem Allergien.

Weil Ted so ein lebensfroher Hund war und erst 7 Jahre alt und weil er gerade erst begonnen hatte das Leben so richtig zu genießen, entschied man sich für eine Schmerzmitteltherapie.

Von da an war er das blühende Leben!

Schmerzfrei war er jeden Tag drauf und dran Neues zu entdecken. Er liebte sein warmes und weiches Körbchen. Ich durfte ihm bald ein Geschirr über den Kopf ziehen.

Im Nachhinein ging dann alles sehr schnell, er liebte es im Auto mitzufahren, fand andere Tiere super und war verträglich mit allen anderen Hunden. Ich hatte ihn ein Dutzend Mal mit meinen beiden eigenen Hunden mit. Er fing an Spielaufforderungen zu machen und wurde plötzlich der größte Schmusebär!

Langsam und nach und nach ließ er sich an immer mehr Menschen gewöhnen und wurde schnell ein Lieblings-Gassihund vieler ehrenamtlicher Gassigeher.

Er machte Tagesausflüge an den Strand von Holnis, lernte das Stiftungsland kennen und hatte zuletzt sogar Interessenten, die ihm gerne ein neues Zuhause geben wollten.

Leider konnte er das nun nicht mehr erleben.

Wir hätten es ihm so sehr gewünscht!

Ted war ein besonderer Hund, niemals böse oder aggressiv, immer fröhlich und mit einem „Lächeln“ im Gesicht.

Ich bin Ted dankbar dafür, das er mir mal wieder gezeigt hat: Das wenn man Ruhe, Zeit und Geduld hat, die Tiere wieder lernen können uns Menschen zu vertrauen.

Er wird mir und uns allen sehr fehlen!

Ich liebe dich sehr und wünschte mir, dass du in einem anderen Universum mein Hund gewesen wärst.

Du hättest mit deinen riesengroßen Pommestüten-Ohren schon als kleiner Welpe mich und jeden meiner Freunde und Bekannten um den Finger gewickelt.

Ich hätte dafür gesorgt, dass du dich immer frei bewegen kannst, dass du frei über Wiesen und Felder tollen kannst, mit mir Urlaub in den Bergen und an Stränden gemacht hättest…

Das wir abends beide zusammen gekuschelt hätten und du mir mein Abendbrot stibitzt und ich dir nur ganz kurz böse gewesen wäre, weil deine großen, schwarzen, liebevollen Augen mich gleich wieder schwach hätten werden lassen und ich dir dann gleich wieder verziehen hätte…

Ich vermisse dich schon jetzt unendlich doll, denn du hast ein kleines Stück meines Herzen gestohlen und diese Lücke schmerzt unheimlich…

 

In Liebe

Deine Karo

 ...

 Mit dieser Geschichte wollen wir euch auch ein bisschen von unserem Alltag preis geben. Und euch einmal ein Stück teilhaben lassen, an Freud und Leid und an der Hektik, die bei uns herrscht.

Heute ist schon ein neuer Tag und alle anderen Tiere müssen wieder versorgt werden, Menschen beraten, Vorkontrollen gemacht werden, neue verwahrloste Tiere gerettet werden.

Im Tierheim liegt das Glück der Vermittlung in ein neues Zuhause, wie es gerade bei Cash und Ernie der Fall war, mit dem Leid, das ein toller Hund, der gerade eine Chance auf ein neues Zuhause hatte, sich durch eine schwere Krankheit verabschieden muss, sehr nah beieinander.

 

Dies alles geht oftmals so schnell, dass wir manchmal gar nicht in der Lage sind, den Interessenten noch einen Abschied zu ermöglichen…

Das tut uns sehr Leid…

 

Und diese Geschichte ist nur eine unter vielen…



Einige von euch können sich vielleicht noch erinnern.

 

Dezember 2015…Wir bekamen einen Notfall zu uns ins Tierheim…Ronja

 

Frauchen hatte plötzlich ihren Mann verloren, ein krankes Kind zu versorgen und kaum Hilfen. Es wurde so viel versucht um Ronja in der Familie zu halten, aber es sollte nicht so sein. Hinzu kam, dass Ronja selbst schwer krank war. Das Vestibularsyndrom und zudem auch noch Nierenkrank und ein großer Tumor am Hinterbein.

 

Eigentlich machen dann viele Menschen den Schritt und begleiten ihren Hund, zumal schon 14 Jahre alt, auf dem letzten Weg.

 

Da diese Hündin aber so eine Lebensfreude an den Tag legte, wollten wir es noch einmal versuchen und haben sie als Notfall auf unseren Seiten geteilt.

 

Die Weihnachtsengel waren uns sehr gesonnen und eine ganz tolle kleine Familie hat sich bei uns gemeldet. Am Weihnachtsmorgen, 24. Dezember 2015 haben wir Ronja am Vormittag zu ihrer neuen Familie gefahren.

 

Wir wussten damals nicht wie lange Ronja noch haben würde und waren so erleichtert, dass wir dieser tollen Hündin einen einsamen Tod im Tierheim ersparen konnten. Mit der Familie haben wir seither Kontakt und bekommen immer die neusten Informationen zu unserem „Weihnachtswunder“.

 

Im Laufe des Jahres 2016 machte Ronja noch mal einen großen Sprung und blühte regelrecht auf; sie spielte freudig Fußball, so wie sie es eben konnte. Ronja war überall mit dabei, war Ruhepol wenn es hektisch wurde, war einzigartig und witzig. Strand und Garten fand sie wunderbar und hatte auch gleich beides direkt vor der Nase. Nach kurzer Zeit hatte sich das gesamte Dorf in die kleine süße Oma verliebt und sie war bekannt. Sie war ein kleiner Beschützer für die Tochter der Familie und auch ihr Seelentröster. Sie war unkompliziert und einzigartig. Ronja ging es sehr gut, bis zum letzten Winter…

 

Ihr Tumor am Hinterbein wurde grösser und musste dann doch operativ entfernt werden.

 

Alle haben gedacht, dass dies nun ihr letzter Weg werden würde. Doch falsch, Ronja machte da nicht mit und wollte weiterleben. Der Frühling kam und von der OP war kaum noch etwas zu bemerken. Alle freuten sich auf den Sommer.

 

Am 16. Mai, nach nunmehr 1 ½ Jahren, ging es Ronja dann plötzlich sehr schlecht.

 

Zum Abend hin wurde der Nottierarzt gerufen. Leider musste Ronja nun auf ihre Reise über die Regenbogenbrücke gehen… Der Tierarzt vermutet eine Lungenembolie und konnte ihr nur noch die Erlösung bieten.

 

Obwohl wir alle wussten, dass es irgendwann passieren würde, kommt es trotzdem immer sehr plötzlich und trifft uns immer mitten ins Herz.

 

Ronja hat nicht nur der Familie, bei der sie zum Schluss sein durfte die Herzen erweitert, sondern mit ihrem Lebensmut und ihrem Kämpfergeist ein Zeichen dafür gesetzt, dass auch ältere Hunde es allemal wert sind adoptiert zu werden.

 

Die Familie sagt, dass Ronja das Beste ist, was ihnen passieren konnte und sie sich immer wieder für einen „Rentner“ aus dem Tierschutz entscheiden würden. Ronja hinterlässt eine große Lücke und wird sehr betrauert.

 

Wir bedanken uns so sehr bei der Familie.

 

Einem alten, kranken Hund noch eine Chance zu geben, obwohl man weiß, dass vielleicht nur noch wenige Wochen oder Monate auf einen zukommen, das ist schon etwas sehr großmütiges und verdient ganz viel Respekt und Anerkennung.

 

Für Ronja habt ihr die Welt bedeutet…



Der „alte Mann“ – Ein Andenken

 

Die Geschichte um unseren „alten Mann“ Leo begann ca. 4 Monate bevor wir ihn im April / Mai 2013 kennen lernen durften.

 

Eines Morgens im Februar war es soweit, da verließ unserem Hund Cooper der Lebenswillen. Cooper, der schon lange an Epilepsie litt hatte beschlossen seinen Kampf nicht mehr fortzusetzen. Sein Lebenswille war erloschen, die Augen blickten traurig und wir vermeinten eine Träne wahrzunehmen. Dies war der Tag, an dem wir mit Cooper den letzten Gang zum Tierarzt machten. Ein trauriger Tag und noch heute erinnern wir uns gerne an die Geschichten mit ihm.

 

Im März haben wir dann begonnen mit den Hunden im Tierheim regelmäßig Gassi zu gehen.


Dies tat uns gut und hat auch den Hunden sichtlich Spaß gemacht. Im April / Mai 2013 lernten wir dann auch den damals 11-jährigen Leo kennen. Auffällig war sein generelles Desinteresse an den Personen am Ende der Leine, sein Niederlegen bei entgegenkommenden Hunden und erstaunlicher Weise auch fehlendes Interesse an den Leckerlis. Bei unserem ersten Spaziergang wunderten wir uns, dass Leo nicht auf unsere Ansprachen reagierte, sondern einfach nur vor uns her trottete. Zurück im Tierheim erfuhren wir von Leos Taubheit, die dann das ein oder andere erklärte. In den Wochen drauf bekamen wir Leo immer öfter mit auf unsere Touren. Kurzum, der „alte Mann“ mit seinen Eigenarten wuchs uns ans Herz. Ende Mai bekamen wir Leo für eine Probewoche mit nach Hause und er kam seit dem nur noch zu Besuch ins Tierheim.

 

In der Zeit bei uns hatte sich ein gewaltiger Wandel mit Leo vollzogen. Anfangs war Leo verunsichert, hatte Angst vor Kindern und Bällen und konnte so gar nicht mit anderen Hunden. Dies hatte sich nach ca. 1 bis 1,5 Jahren grundlegend geändert. Kinder wurden nicht nur akzeptiert, sondern sie durften ihn auch streicheln. Bälle waren mittlerweile kein Problem mehr. Diese wurden einfach ignoriert. Andere Hunde waren mehr als Willkommen. Manchmal war unser Leo dies bzgl. sogar etwas sehr aufdringlich. Regelmäßige Spaziergänge mit anderen Hunden aus dem Tierheim oder deren Besuchen bei uns im Garten wurden mit großer Begeisterung quittiert. Auch mit den Hunden der Nachbarschaft bestanden „Freundschaften“ auch wenn es zum Spielen nicht mehr reichte.

 

Wir merkten aber auch, dass unser Leo nicht mehr der Jüngste war. Seit dem wir ihn hatten wussten wir von seinen Herzproblemen und dem daraus resultierendem Wasser in seiner Lunge, welches beides per Medikamenten behandelt wurde. Auch einen Tumor an seinem Schwanz gab es seit dem wir ihn hatten. Anfang 2015 musste dieser dann auch amputiert werden.

 

Die Kondition wurde mit der Zeit immer weniger. Liefen wir anfangs noch 2 Stunden mit ihm reichten später noch 15 bis 30 Minuten. Daher freute er sich auch über tierischen Besuch zu Hause. Insbesondere die Hündinnen Leni, Mira und Sally aus dem Tierheim hatten es ihn angetan.

 

Das Aufstehen und Hinlegen wurde immer schwerfälliger, das Sehen lies nach … immer häufiger wurde die Haustür „das Opfer“ welches angebellt wurde. Was sah er da? Manchmal unseren Kater Emil, der Einlass begehrte. Auch dies ist eine Geschichte für sich. Waren beide Anfangs wie Hund und Katze, hatten sich später zwei Freunde gefunden. Es wurde sich gegenseitig abgeschnüffelt und abgeleckt, der Kater begleitete Leo beim Gassigehen und dafür forderte uns Leo auf, die Tür zu öffnen wenn Emil rein wollte. Das Essen wurde seitens Leo auch gern mit dem Kater geteilt und auch im Garten ging  man gemeinsame Wege.

 

Nach über 2,5 Jahren wurde unser Leo dann doch wunderlich und seine Kräfte immer schwächer. Unser Ziel ist uns aber wohl gelungen. Wir konnten ihm noch einen schönen Lebensabend bescheren, was er uns mit Liebe und Anhänglichkeit dankte. Im Februar 2016 war es dann leider soweit, seine Kräfte waren am Ende. Er konnte sich einfach nicht mehr auf den Beinen halten, so dass wir ihn leider auf seinem letzten Weg über die Regenbogenbrücke begleiten mussten.

 

Leo, „alter Mann“, vielen Dank für die schöne Zeit!

(Eva und Frank)



Lieber Rambo,

 

Heute möchten wir uns schweren Herzens und mit ganz vielen Tränen „offiziell“ von dir verabschieden. Gestern saß der Schock noch zu tief und wir konnten kaum Luft holen. Wir können nicht fassen wie schnell gestern alles ging…

 

Morgens bist du noch fröhlich in deine Außenbox gehüpft, hast vorher, wie immer wenn man in deinen Zwinger kam, die Hand des Pflegers als Schnuller missbraucht. Natürlich nur damit man dir in deine braunen freundlichen Augen schauen musste und du denjenigen dann um den Finger wickeln konntest, dir ´n Leckerli zu geben… Nix geht über ein Pralinchen am Morgen…

 

Zur Mittagszeit dann waren wir mit dir schon in der Klinik, in der Notaufnahme… Leider waren alle Bemühungen vergebens…

Deine Magendrehung kam so schnell und so verdammt heftig, das wir dich nur noch erlösen konnten, um dir verstärktes Leid zu ersparen… Mit der schlechtesten aller Nachrichten fuhren wir dann zurück ins Tierheim zu deinen Kumpels. Das Hundehaus war für einen Moment ganz still, kein Hund bellte…

 

Seit dem 05. Mai letzten Jahres bist du bei uns gewesen und du hättest in ein paar Tagen deinen 12. Geburtstag gehabt. Mit deinem Paten bist du oft den ganzen Sonntag weite Strecken an die Strände des Nordens gewandert um dann abends müde aber glücklich in deine Koje zu sinken und schlafender Weise den Tag Revue passieren zu lassen.

 

Dein größtes Geschenk dieses Jahr wären deine Interessenten gewesen, die dich dieses Wochenende für die erste Nacht auf Probe mitnehmen wollten.

 

Lieber Rambo, auch sie sind sehr erschüttert und können noch gar nicht fassen, das der tolle Opa für den ihr Herz schon gebubbert hatte nun über die Regenbogenbrücke gegangen ist, um mit seinen ehemaligen Weggefährten auf der anderen Seite zu toben...

 

Alle hier im Tierheim werden dich vermissen;

deine Pfleger, dein Pate, der dich so gerne selbst genommen hätte, die anderen Gassigeher und natürlich auch deine fast neuen Besitzer…

 

Das Wedeln deines kurzen Stummelschwänzchens, deine treuen Augen und dein lustiges Wesen werden uns genauso fehlen wie das lange und ausgiebige Kuscheln mit dir und das „ständig auf dich warten“ bis man dir dann dein Geschirr anziehen konnte, weil du es noch einmal für 2-5 extra Runden rumtragen musstest, weil du dich so sehr gefreut hast, dass es wieder raus und auf Gassitour geht.

 

Und wenn du auf jener Tour mal nass geworden bist vom Regen, hat es dir so einen Spaß gemacht, nicht das Handtuch sondern die Hose, den Pulli und einfach alles was dein Pfleger anhatte als Handtuch zu nehmen. Abtrocknen war für dich das tollste der Welt, fast so wie Pralinchen und kuscheln zusammen…

 

Du alter Quatschkopf, was werden wir dich vermissen…

Es wird uns fehlen, jeden Morgen… 

die nasse Hand und dein treuer Blick…



Liebes Katzenhaus-Team,

 

im Dezember 2015 habe ich Katzenoma "Anna" von euch adoptiert. Leider muss ich euch nun mitteilen, dass Anna gestern von uns gegangen ist.

Bereits Anfang Juli wurde bei ihr ein inoperabler Tumor in der Blase diagnostiziert. Wir waren zunächst mit Verdacht auf eine Blasenentzündung beim Tierarzt, doch nachdem die Medikamente nicht anschlugen wurde beim Ultraschall der Tumor gefunden. Seitdem bekam sie täglich ein Schmerzmittel.

Als Anna kurz darauf anfing sehr viel zu trinken, habe ich den Tierarzt nochmal ein großes Blutbild anfertigen lassen und dabei kamen leider sehr schlechte Nierenwerte heraus. Sie bekam noch weitere Medikamente für die Niere und ich fand zum Glück ein Nierenfutter dass Anna mochte.

 

Gestern hat Anna dann aber leider den Kampf verloren. Der Tumor war einfach zu groß geworden, sie hatte starke Schmerzen und verlor Blut aus der Harnröhre. Die Notfall-Tierärztin musste Anna erlösen.

 

Ich vermisse Anna sehr, bin aber unendlich dankbar für die viel zu kurze, aber wunderschöne Zeit die wir gemeinsam hatten. Sie war ein so herzensgutes Tier, dass sie sofort meine ganze Familie um den Finger gewickelt hatte, obwohl diese am Anfang eher skeptisch war als ich eine Katze ins Haus geholt habe. Wir alle sind unendlich traurig, dass sie nun nicht mehr bei uns ist.

Ich möchte mich ganz herzlich bei euch dafür bedanken, dass ihr mir Anna anvertraut habt. Ich kann euch versichern, dass Anna in ihren letzten Monaten über alles geliebt wurde und das beste Zuhause bei uns hatte.

 

Mit freundlichen Grüßen,

 

Esma Popowski



…ich bin dankbar, dass ich – neben anderen lieben Menschen – in ihrer letzten Stunde bei ihr sein durfte.

 

2005 geboren wurde Meska im Januar 2013 im Tierheim abgegeben. Bis zu dem Zeitpunkt wurde sie von ihren Vorbesitzern (es waren mehrere) nicht gut behandelt, weshalb sie ihr Grundvertrauen in Menschen verloren hatte. Sie reagierte auf fremde Menschen sehr ängstlich und unsicher. Gerade schnelle Handbewegungen vor ihrem Gesicht erschreckten sie massiv – man kann erahnen, was sie bis zu der Abgabe im Tierheim erlebt und erduldet haben musste. Sie hatte sich angeeignet, potentielle „Gefahrenquellen“ - besonders Männer - mit deutlichem Knurren und Zähnezeigen von sich fern zu halten.

 

Die Mitarbeiter im Hundehaus haben Meska in den ersten Monaten mit viel Geduld, lieber Behandlung und Zuneigung gezeigt, dass sie es endlich besser hat.

 

Unsere erste, zufällige Begegnung quittierte sie dann trotzdem mit einem bösen, abgrundtiefen Knurren und Zähnefletschen – dennoch habe ich mir Meska wenige Wochen später als Patenhündin ausgesucht. Und was ich dann erleben durfte hat mich umgehauen. Ich hatte mich auf langwierige Annäherungsversuche eingestellt…durfte dann aber feststellen, dass Meska es ganz eilig mit Spielen und mit Kuscheln hatte... also ein "ganz normaler" Hund. 

 

Seit diesem Zeitpunkt haben die verschmitzte „alte Dame“ und ich viele unterhaltsame, lustige und kuschelige Stunden miteinander verbracht. Egal ob auf dem Hundeplatz, im Wald oder sie im und ich am Wasser - wir hatten immer reichlich Spaß.

 

In den letzten Monaten hatte Meska sogar zwei ernsthafte Interessentinnen, mit denen sie viel unterwegs war. Bei einer der beiden war sie Ende Mai auch schon für ein längeres Wochenende mit zuhause. Das hat ihr mit Sicherheit auch so richtig Spaß gemacht. Leider konnte sie es nicht mehr weiter genießen.

 

Meska wird aber mit dem Gefühl gegangen sein, dass sie von vielen Menschen geliebt wurde, denn sonst hätte sie in den letzten 3 Jahren ihre schlechte Vergangenheit nicht so gut hinter sich gelassen.

 

Meska, du fehlst uns und wirst uns immer als etwas Besonderes in Erinnerung bleiben.

(Text und Fotos: Peter Th.)