Mandy wartet nun schon seit 5 Jahren hier im Tierheim auf ihre neuen Menschen und ist somit die längste Insassin…ihr halbes Leben ist das nun schon …

 

Sie ist eine ganz tolle Hündin, anfangs recht skeptisch und misstrauisch, baut allerdings ganz schnell Bindung auf, wenn man weiß wie man mit ihr umzugehen hat.

 

Mandy ist am 09.10.2009 geboren und somit schon 9 Jahre alt - gehört also schon zu den Senioren.

Das macht sich vor allem in ihrer Hüfte bemerkbar. Sie muss regelmäßig Schmerzmittel nehmen und darf nicht mehr so viel toben. Das findet Mandy besonders doof, denn sie liebt es gefordert zu werden. Typisch für den Border ist es mit dem Kopf zu arbeiten und nicht nur „stundenlang“ den Bällchen hinterher zu hetzen.

Mandys neue Rudelführer sollten sie kopflich auslasten und mit ihr Tricks üben, die gleichzeitig ein kleines Workout und Muskelaufbau für ihre Hüfte sind, denn so kann sie einfach länger und etwas schmerzbefreiter leben.

Sie schwimmt besonders gern, was hier oben an der Küste ideal ist und auch wieder genutzt werden kann, um die Muskulatur weiter zu stärken.

 

Die kleine Madame ist stubenrein und liebt es im Auto zu fahren und Ausflüge zu machen.

 

Katzen und Kinder, vor allem kleine Kinder, mag Mandy gar nicht. Wir vermuten, dass sie auch bei größeren Kindern irgendwann das hüten und evtl. (für Border manchmal typisch) auch mal in die Hacke oder Wade zwicken würde, um ihre „Schafe“ voran zu treiben.

 

Mit anderen Hunden versteht Mandy sich in der Regel…

Der Kontakt muss allerdings langsam aufgebaut werden. Ihre „Lieblingshunde“ sind intakte Rüden. Da wird sie noch einmal zum Teenie und möchte gefallen, legt Make-up auf und kämmt sich die Haare und stolziert Popo-wedelnd vor dem jungen Mann herum.

Wir schätzen sie eher als Einzelhund, sind aber durchaus nicht abgeneigt sie als Zweithund zu vermitteln, wenn es denn passen sollte.

 

Nun fragen sich bestimmt alle, warum eine solche Schönheit noch im Tierheim sitzt…

 

Mandys größtes Vermittlungshindernis ist ihre Einstufung (mehr dazu hier...).

Sie hat eine Maulkorbpflicht, Leinenzwang und erhöhte Steuern müssen auch noch gezahlt werden.

Warum??

Sie hat, bevor sie ins Tierheim kam, einen Menschen gebissen. Dies wurde zur Anzeige gebracht und prompt ist sie als Gefahrhund eingestuft worden.

 

Mittlerweile ist Mandy so gut resozialisiert, dass sie mit ihren neuen Menschen für den Wesenstest trainieren und diesen auch bestehen könnte. Leider haben wir im Moment nicht die Kapazitäten, dies hier im Tierheim zu machen.

 

Wir wissen, dass wir mit dieser Beschreibung eher abschrecken als Interessenten anlocken. Wir wollen allerdings auch niemanden „anlocken“, sondern suchen jemanden, der Mandy eine ehrliche Chance auf ein paar schöne letzte Lebensjahre in einem tollen Zuhause gibt. Sie hat es nicht verdient, ihr Leben weiterhin im Tierheim zu fristen, denn die Ursache für die damalige Einstufung liegt nicht bei ihr sondern bei irgendeinem Menschen, der damals in ihr Leben getreten ist.

 

 

Wir als Tierheim stehen mit Rat und Tat zur Seite. Auch nach einer Vermittlung sind wir gerne bereit, in Kontakt zu bleiben und Hilfestellung zu geben -  übrigens nicht nur bei Mandy sondern bei all unseren vermittelten Hunden.

 

Wer Mandy kennen lernen möchte, meldet sich bitte direkt im Hundehaus oder lässt sich über die Tierheimleitung einen Termin geben - Telefon 0461-51598