Hier geben wir Ihnen gerne die Möglichkeit, Ihrem verstorbenen Haustier ein kleines Andenken zu setzen -

unabhängig davon, ob es aus einem Tierheim war oder nicht.

Fotos und Geschichte bitte per E-Mail an: tierschutz-fl@versanet.de


 

Einige von euch können sich vielleicht noch erinnern.

 

Dezember 2015…Wir bekamen einen Notfall zu uns ins Tierheim…Ronja

 

Frauchen hatte plötzlich ihren Mann verloren, ein krankes Kind zu versorgen und kaum Hilfen. Es wurde so viel versucht um Ronja in der Familie zu halten, aber es sollte nicht so sein. Hinzu kam, dass Ronja selbst schwer krank war. Das Vestibularsyndrom und zudem auch noch Nierenkrank und ein großer Tumor am Hinterbein.

 

Eigentlich machen dann viele Menschen den Schritt und begleiten ihren Hund, zumal schon 14 Jahre alt, auf dem letzten Weg.

 

Da diese Hündin aber so eine Lebensfreude an den Tag legte, wollten wir es noch einmal versuchen und haben sie als Notfall auf unseren Seiten geteilt.

 

Die Weihnachtsengel waren uns sehr gesonnen und eine ganz tolle kleine Familie hat sich bei uns gemeldet. Am Weihnachtsmorgen, 24. Dezember 2015 haben wir Ronja am Vormittag zu ihrer neuen Familie gefahren.

 

Wir wussten damals nicht wie lange Ronja noch haben würde und waren so erleichtert, dass wir dieser tollen Hündin einen einsamen Tod im Tierheim ersparen konnten. Mit der Familie haben wir seither Kontakt und bekommen immer die neusten Informationen zu unserem „Weihnachtswunder“.

 

Im Laufe des Jahres 2016 machte Ronja noch mal einen großen Sprung und blühte regelrecht auf; sie spielte freudig Fußball, so wie sie es eben konnte. Ronja war überall mit dabei, war Ruhepol wenn es hektisch wurde, war einzigartig und witzig. Strand und Garten fand sie wunderbar und hatte auch gleich beides direkt vor der Nase. Nach kurzer Zeit hatte sich das gesamte Dorf in die kleine süße Oma verliebt und sie war bekannt. Sie war ein kleiner Beschützer für die Tochter der Familie und auch ihr Seelentröster. Sie war unkompliziert und einzigartig. Ronja ging es sehr gut, bis zum letzten Winter…

 

Ihr Tumor am Hinterbein wurde grösser und musste dann doch operativ entfernt werden.

 

Alle haben gedacht, dass dies nun ihr letzter Weg werden würde. Doch falsch, Ronja machte da nicht mit und wollte weiterleben. Der Frühling kam und von der OP war kaum noch etwas zu bemerken. Alle freuten sich auf den Sommer.

 

Am 16. Mai, nach nunmehr 1 ½ Jahren, ging es Ronja dann plötzlich sehr schlecht.

 

Zum Abend hin wurde der Nottierarzt gerufen. Leider musste Ronja nun auf ihre Reise über die Regenbogenbrücke gehen… Der Tierarzt vermutet eine Lungenembolie und konnte ihr nur noch die Erlösung bieten.

 

Obwohl wir alle wussten, dass es irgendwann passieren würde, kommt es trotzdem immer sehr plötzlich und trifft uns immer mitten ins Herz.

 

Ronja hat nicht nur der Familie, bei der sie zum Schluss sein durfte die Herzen erweitert, sondern mit ihrem Lebensmut und ihrem Kämpfergeist ein Zeichen dafür gesetzt, dass auch ältere Hunde es allemal wert sind adoptiert zu werden.

 

Die Familie sagt, dass Ronja das Beste ist, was ihnen passieren konnte und sie sich immer wieder für einen „Rentner“ aus dem Tierschutz entscheiden würden. Ronja hinterlässt eine große Lücke und wird sehr betrauert.

 

Wir bedanken uns so sehr bei der Familie.

 

Einem alten, kranken Hund noch eine Chance zu geben, obwohl man weiß, dass vielleicht nur noch wenige Wochen oder Monate auf einen zukommen, das ist schon etwas sehr großmütiges und verdient ganz viel Respekt und Anerkennung.

 

Für Ronja habt ihr die Welt bedeutet…



Der „alte Mann“ – Ein Andenken

 

Die Geschichte um unseren „alten Mann“ Leo begann ca. 4 Monate bevor wir ihn im April / Mai 2013 kennen lernen durften.

 

Eines Morgens im Februar war es soweit, da verließ unserem Hund Cooper der Lebenswillen. Cooper, der schon lange an Epilepsie litt hatte beschlossen seinen Kampf nicht mehr fortzusetzen. Sein Lebenswille war erloschen, die Augen blickten traurig und wir vermeinten eine Träne wahrzunehmen. Dies war der Tag, an dem wir mit Cooper den letzten Gang zum Tierarzt machten. Ein trauriger Tag und noch heute erinnern wir uns gerne an die Geschichten mit ihm.

 

Im März haben wir dann begonnen mit den Hunden im Tierheim regelmäßig Gassi zu gehen.


Dies tat uns gut und hat auch den Hunden sichtlich Spaß gemacht. Im April / Mai 2013 lernten wir dann auch den damals 11-jährigen Leo kennen. Auffällig war sein generelles Desinteresse an den Personen am Ende der Leine, sein Niederlegen bei entgegenkommenden Hunden und erstaunlicher Weise auch fehlendes Interesse an den Leckerlis. Bei unserem ersten Spaziergang wunderten wir uns, dass Leo nicht auf unsere Ansprachen reagierte, sondern einfach nur vor uns her trottete. Zurück im Tierheim erfuhren wir von Leos Taubheit, die dann das ein oder andere erklärte. In den Wochen drauf bekamen wir Leo immer öfter mit auf unsere Touren. Kurzum, der „alte Mann“ mit seinen Eigenarten wuchs uns ans Herz. Ende Mai bekamen wir Leo für eine Probewoche mit nach Hause und er kam seit dem nur noch zu Besuch ins Tierheim.

 

In der Zeit bei uns hatte sich ein gewaltiger Wandel mit Leo vollzogen. Anfangs war Leo verunsichert, hatte Angst vor Kindern und Bällen und konnte so gar nicht mit anderen Hunden. Dies hatte sich nach ca. 1 bis 1,5 Jahren grundlegend geändert. Kinder wurden nicht nur akzeptiert, sondern sie durften ihn auch streicheln. Bälle waren mittlerweile kein Problem mehr. Diese wurden einfach ignoriert. Andere Hunde waren mehr als Willkommen. Manchmal war unser Leo dies bzgl. sogar etwas sehr aufdringlich. Regelmäßige Spaziergänge mit anderen Hunden aus dem Tierheim oder deren Besuchen bei uns im Garten wurden mit großer Begeisterung quittiert. Auch mit den Hunden der Nachbarschaft bestanden „Freundschaften“ auch wenn es zum Spielen nicht mehr reichte.

 

Wir merkten aber auch, dass unser Leo nicht mehr der Jüngste war. Seit dem wir ihn hatten wussten wir von seinen Herzproblemen und dem daraus resultierendem Wasser in seiner Lunge, welches beides per Medikamenten behandelt wurde. Auch einen Tumor an seinem Schwanz gab es seit dem wir ihn hatten. Anfang 2015 musste dieser dann auch amputiert werden.

 

Die Kondition wurde mit der Zeit immer weniger. Liefen wir anfangs noch 2 Stunden mit ihm reichten später noch 15 bis 30 Minuten. Daher freute er sich auch über tierischen Besuch zu Hause. Insbesondere die Hündinnen Leni, Mira und Sally aus dem Tierheim hatten es ihn angetan.

 

Das Aufstehen und Hinlegen wurde immer schwerfälliger, das Sehen lies nach … immer häufiger wurde die Haustür „das Opfer“ welches angebellt wurde. Was sah er da? Manchmal unseren Kater Emil, der Einlass begehrte. Auch dies ist eine Geschichte für sich. Waren beide Anfangs wie Hund und Katze, hatten sich später zwei Freunde gefunden. Es wurde sich gegenseitig abgeschnüffelt und abgeleckt, der Kater begleitete Leo beim Gassigehen und dafür forderte uns Leo auf, die Tür zu öffnen wenn Emil rein wollte. Das Essen wurde seitens Leo auch gern mit dem Kater geteilt und auch im Garten ging  man gemeinsame Wege.

 

Nach über 2,5 Jahren wurde unser Leo dann doch wunderlich und seine Kräfte immer schwächer. Unser Ziel ist uns aber wohl gelungen. Wir konnten ihm noch einen schönen Lebensabend bescheren, was er uns mit Liebe und Anhänglichkeit dankte. Im Februar 2016 war es dann leider soweit, seine Kräfte waren am Ende. Er konnte sich einfach nicht mehr auf den Beinen halten, so dass wir ihn leider auf seinem letzten Weg über die Regenbogenbrücke begleiten mussten.

 

Leo, „alter Mann“, vielen Dank für die schöne Zeit!

(Eva und Frank)



Lieber Rambo,

 

Heute möchten wir uns schweren Herzens und mit ganz vielen Tränen „offiziell“ von dir verabschieden. Gestern saß der Schock noch zu tief und wir konnten kaum Luft holen. Wir können nicht fassen wie schnell gestern alles ging…

 

Morgens bist du noch fröhlich in deine Außenbox gehüpft, hast vorher, wie immer wenn man in deinen Zwinger kam, die Hand des Pflegers als Schnuller missbraucht. Natürlich nur damit man dir in deine braunen freundlichen Augen schauen musste und du denjenigen dann um den Finger wickeln konntest, dir ´n Leckerli zu geben… Nix geht über ein Pralinchen am Morgen…

 

Zur Mittagszeit dann waren wir mit dir schon in der Klinik, in der Notaufnahme… Leider waren alle Bemühungen vergebens…

Deine Magendrehung kam so schnell und so verdammt heftig, das wir dich nur noch erlösen konnten, um dir verstärktes Leid zu ersparen… Mit der schlechtesten aller Nachrichten fuhren wir dann zurück ins Tierheim zu deinen Kumpels. Das Hundehaus war für einen Moment ganz still, kein Hund bellte…

 

Seit dem 05. Mai letzten Jahres bist du bei uns gewesen und du hättest in ein paar Tagen deinen 12. Geburtstag gehabt. Mit deinem Paten bist du oft den ganzen Sonntag weite Strecken an die Strände des Nordens gewandert um dann abends müde aber glücklich in deine Koje zu sinken und schlafender Weise den Tag Revue passieren zu lassen.

 

Dein größtes Geschenk dieses Jahr wären deine Interessenten gewesen, die dich dieses Wochenende für die erste Nacht auf Probe mitnehmen wollten.

 

Lieber Rambo, auch sie sind sehr erschüttert und können noch gar nicht fassen, das der tolle Opa für den ihr Herz schon gebubbert hatte nun über die Regenbogenbrücke gegangen ist, um mit seinen ehemaligen Weggefährten auf der anderen Seite zu toben...

 

Alle hier im Tierheim werden dich vermissen;

deine Pfleger, dein Pate, der dich so gerne selbst genommen hätte, die anderen Gassigeher und natürlich auch deine fast neuen Besitzer…

 

Das Wedeln deines kurzen Stummelschwänzchens, deine treuen Augen und dein lustiges Wesen werden uns genauso fehlen wie das lange und ausgiebige Kuscheln mit dir und das „ständig auf dich warten“ bis man dir dann dein Geschirr anziehen konnte, weil du es noch einmal für 2-5 extra Runden rumtragen musstest, weil du dich so sehr gefreut hast, dass es wieder raus und auf Gassitour geht.

 

Und wenn du auf jener Tour mal nass geworden bist vom Regen, hat es dir so einen Spaß gemacht, nicht das Handtuch sondern die Hose, den Pulli und einfach alles was dein Pfleger anhatte als Handtuch zu nehmen. Abtrocknen war für dich das tollste der Welt, fast so wie Pralinchen und kuscheln zusammen…

 

Du alter Quatschkopf, was werden wir dich vermissen…

Es wird uns fehlen, jeden Morgen… 

die nasse Hand und dein treuer Blick…



Liebes Katzenhaus-Team,

 

im Dezember 2015 habe ich Katzenoma "Anna" von euch adoptiert. Leider muss ich euch nun mitteilen, dass Anna gestern von uns gegangen ist.

Bereits Anfang Juli wurde bei ihr ein inoperabler Tumor in der Blase diagnostiziert. Wir waren zunächst mit Verdacht auf eine Blasenentzündung beim Tierarzt, doch nachdem die Medikamente nicht anschlugen wurde beim Ultraschall der Tumor gefunden. Seitdem bekam sie täglich ein Schmerzmittel.

Als Anna kurz darauf anfing sehr viel zu trinken, habe ich den Tierarzt nochmal ein großes Blutbild anfertigen lassen und dabei kamen leider sehr schlechte Nierenwerte heraus. Sie bekam noch weitere Medikamente für die Niere und ich fand zum Glück ein Nierenfutter dass Anna mochte.

 

Gestern hat Anna dann aber leider den Kampf verloren. Der Tumor war einfach zu groß geworden, sie hatte starke Schmerzen und verlor Blut aus der Harnröhre. Die Notfall-Tierärztin musste Anna erlösen.

 

Ich vermisse Anna sehr, bin aber unendlich dankbar für die viel zu kurze, aber wunderschöne Zeit die wir gemeinsam hatten. Sie war ein so herzensgutes Tier, dass sie sofort meine ganze Familie um den Finger gewickelt hatte, obwohl diese am Anfang eher skeptisch war als ich eine Katze ins Haus geholt habe. Wir alle sind unendlich traurig, dass sie nun nicht mehr bei uns ist.

Ich möchte mich ganz herzlich bei euch dafür bedanken, dass ihr mir Anna anvertraut habt. Ich kann euch versichern, dass Anna in ihren letzten Monaten über alles geliebt wurde und das beste Zuhause bei uns hatte.

 

Mit freundlichen Grüßen,

 

Esma Popowski



…ich bin dankbar, dass ich – neben anderen lieben Menschen – in ihrer letzten Stunde bei ihr sein durfte.

 

2005 geboren wurde Meska im Januar 2013 im Tierheim abgegeben. Bis zu dem Zeitpunkt wurde sie von ihren Vorbesitzern (es waren mehrere) nicht gut behandelt, weshalb sie ihr Grundvertrauen in Menschen verloren hatte. Sie reagierte auf fremde Menschen sehr ängstlich und unsicher. Gerade schnelle Handbewegungen vor ihrem Gesicht erschreckten sie massiv – man kann erahnen, was sie bis zu der Abgabe im Tierheim erlebt und erduldet haben musste. Sie hatte sich angeeignet, potentielle „Gefahrenquellen“ - besonders Männer - mit deutlichem Knurren und Zähnezeigen von sich fern zu halten.

 

Die Mitarbeiter im Hundehaus haben Meska in den ersten Monaten mit viel Geduld, lieber Behandlung und Zuneigung gezeigt, dass sie es endlich besser hat.

 

Unsere erste, zufällige Begegnung quittierte sie dann trotzdem mit einem bösen, abgrundtiefen Knurren und Zähnefletschen – dennoch habe ich mir Meska wenige Wochen später als Patenhündin ausgesucht. Und was ich dann erleben durfte hat mich umgehauen. Ich hatte mich auf langwierige Annäherungsversuche eingestellt…durfte dann aber feststellen, dass Meska es ganz eilig mit Spielen und mit Kuscheln hatte... also ein "ganz normaler" Hund. 

 

Seit diesem Zeitpunkt haben die verschmitzte „alte Dame“ und ich viele unterhaltsame, lustige und kuschelige Stunden miteinander verbracht. Egal ob auf dem Hundeplatz, im Wald oder sie im und ich am Wasser - wir hatten immer reichlich Spaß.

 

In den letzten Monaten hatte Meska sogar zwei ernsthafte Interessentinnen, mit denen sie viel unterwegs war. Bei einer der beiden war sie Ende Mai auch schon für ein längeres Wochenende mit zuhause. Das hat ihr mit Sicherheit auch so richtig Spaß gemacht. Leider konnte sie es nicht mehr weiter genießen.

 

Meska wird aber mit dem Gefühl gegangen sein, dass sie von vielen Menschen geliebt wurde, denn sonst hätte sie in den letzten 3 Jahren ihre schlechte Vergangenheit nicht so gut hinter sich gelassen.

 

Meska, du fehlst uns und wirst uns immer als etwas Besonderes in Erinnerung bleiben.

(Text und Fotos: Peter Th.)